SHAMONDA-LIKE / SHAMONDA-VIRUS
Erkennen – verstehen – Herde gezielt unterstützen
Praxisinformation für Milchviehbetriebe | Stand 17.08.2026

Sehr geehrte Landwirtinnen und Landwirte,

die vergangenen Wochen haben viele Herden stark gefordert. Hitze, eine geringere Futteraufnahme und gesundheitliche Belastungsphasen können sich deutlich auf Wohlbefinden, Verdauung und Leistung der Tiere auswirken.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Herde gezielt zu unterstützen und wieder in einen stabilen Fütterungs- und Leistungsrhythmus zu bringen.

Mit den passenden ALL-WIN Produkten können Sie genau dort ansetzen, wo Ihre Tiere aktuell Unterstützung benötigen:

Leber & Stoffwechsel · Verdauung · Faseraufschluss · Pansenstabilität

So schaffen Sie die Grundlage dafür, dass Ihre Herde nach herausfordernden Wochen wieder bestmöglich in Fahrt kommt.

Was ist aktuell gesichert?

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat Anfang August 2026 bei erkrankten Rindern in Süddeutschland ein neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen.

Das Isolat ist eng mit dem Shamonda-Virus verwandt und wird durch blutsaugende Gnitzen übertragen.

Beobachtet wurden vor allem:

  • Fieber
  • Durchfall und dünnflüssiger Kot
  • Teils deutliche Rückgänge der Milchleistung

Diese Beobachtungen können im Bestand auftreten

Neben den beschriebenen Symptomen zeigen Praxisbeobachtungen, dass auch Futteraufnahme und Wiederkauaktivität früh zurückgehen können.

Besonders aufmerksam sollten auch trächtige Tiere beobachtet werden. Mögliche fetale Folgen sind derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Was passiert während einer Virusinfektion?

Die Immunantwort und das Fieber erhöhen den Energiebedarf der Kuh.

Gleichzeitig kann die Futteraufnahme sinken. Weniger Wiederkauen bedeutet weniger Speichel und damit weniger natürliche Pufferung im Pansen.

Die Folge kann eine negative Energiebilanz sein: Die Kuh mobilisiert körpereigene Reserven, während Leistung, Immunabwehr und Regeneration gleichzeitig Energie benötigen.

Auch Leber und Stoffwechsel werden in dieser Phase stark gefordert.

Deshalb ist es möglich, dass eine Herde nach dem eigentlichen Fiebergeschehen noch Tage bis Wochen zur Stabilisierung benötigt.

Nach der Krankheitswelle:

Pansen, Verdauung und Stoffwechsel wieder stabilisieren

WICHTIG: Futtermittel behandeln das Virus nicht.

Sie können jedoch die Fütterung während der Krankheits- und Erholungsphase unterstützen.

Bei Fieber, Dehydration, anhaltendem Durchfall, Aborten oder schwer erkrankten Tieren sollte immer der Hoftierarzt eingebunden werden.

Nach der akuten Phase: Die Herde gezielt unterstützen

Wenn Fieber und akute Symptome nachlassen, ist die Belastungsphase für die Kuh nicht automatisch beendet. Reduzierte Futteraufnahme, weniger Wiederkauen und der erhöhte Energiebedarf während der Immunantwort können Pansen, Verdauung, Leber und Stoffwechsel weiterhin fordern.

In der anschließenden Regenerationsphase geht es deshalb darum, die Fütterung gezielt zu begleiten und die Herde Schritt für Schritt wieder zu stabilisieren:

Pansen stabilisieren → Futteraufnahme und Faserverdauung fördern → Stoffwechsel und Leber unterstützen → Leistung und Fruchtbarkeit wieder aufbauen.

Genau hier können die folgenden Fütterungsbausteine – je nach Situation im Bestand und Gesamtration – gezielt eingesetzt werden.

Wichtiger Hinweis
Futtermittel behandeln das Shamonda-like-/Shamonda-Virus nicht.
Die nachfolgend genannten Produkte dienen ausschließlich der ernährungsphysiologischen Unterstützung und sind kein Ersatz für eine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Bei Fieber, Dehydration, anhaltendem Durchfall, Aborten oder schwer erkrankten Tieren bitte immer den Hoftierarzt einbinden.
Produktdeklarationen, empfohlene Einsatzmengen sowie die jeweilige Gesamtration sind beim Einsatz zu beachten.

Fütterungsbausteine für die Regenerationsphase

Je nachdem, wo die Herde aktuell Unterstützung benötigt, können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden:

1. Verdauung mit natürlichem Oregano unterstützen

ALL-WIN® ACTIVE GREEN

Einfach in der Anwendung und ideal als zusätzlicher Baustein nach anspruchsvollen Fütterungsphasen.

ACTIVE GREEN enthält natürliches Oregano-Öl.

Für Milchkühe:
50 g je Tier und Tag

Unser Praxistipp: über einen Zeitraum von ca. 30 Tagen einsetzen.

2. Mehr aus der Ration herausholen

ALL-WIN® PANSEN MYCEL FORTE

Wenn Futteraufnahme und Faserverdauung im Mittelpunkt stehen, kommt PANSEN MYCEL FORTE ins Spiel.

Die Kombination aus unter anderem inaktivierten Hefen, Bakterienbestandteilen und Fermentationsprodukten aus Aspergillus oryzae ist auf einen effizienten Faseraufschluss und eine gute Nährstofffreisetzung ausgerichtet.

Ihre Vorteile:

  • unterstützt den Faseraufschluss
  • unterstützt Wasser- und Trockenmasseaufnahme
  • besonders interessant bei Hitzestress

Empfehlung:
25–35 g je Kuh und Tag
bei Hitzestress & geringer Wiederkäueraktivität: 50 g je Kuh und Tag

3. Pansenstabilisierung

ALL-WIN® RUMEN CARE

Bei schwankender oder reduzierter Futteraufnahme ist ein stabiles Pansenmilieu besonders wichtig.

RUMEN CARE ist ein Langzeit-Pansenpuffer und unterstützt die Stabilisierung des pH-Wertes im Pansen.

Die Kombination enthält unter anderem Calciumcarbonat aus Meeresalgen, Natriumbicarbonat und Magnesiumoxid.

Für Milchvieh:
150–230 g je Tier und Tag

Für einen stabilen Pansen und eine zuverlässige Basis der täglichen Fütterung.

4. Leberregeneration & Stoffwechsel gezielt unterstützen

OptimALL® Liver Active 200 oder ALL-WIN® Liver Care

Gerade nach intensiven Belastungsphasen lohnt es sich, den Stoffwechsel besonders in den Fokus zu nehmen.

OptimALL Liver Active 200 liefert unter anderem Niacin, Cholin, Betain, L-Carnitin und Methionin in verkapselter Form, sowie ausgewählte Vitamine und Spurenelemente.

Praxisempfehlung:
200 g je Kuh und Tag für ca. 30 Tage

Ideal als gezielte Kur nach belastenden Phasen und rund um den Neustart der Herde.

Ihre Ansprechpartner im Überblick

 

Hannes Fink
Accountmanager & Produktentwickler

Allmendingen 

Mobil (D): +49 176 1700 4034
Mobil (A): +43 660 1800 077

E-Mail: fink@allgaier-agrarhandel.de
 
 

Markus Merkle
Fachberatung Rind

Allmendingen 


Mobil: +49 176 41315266
E-Mail: merkle@allgaier-agrarhandel.de

 
 

Matthias Roller
Fachberatung Rind

Bondorf


Mobil: +49 176 17004033
E-Mail: roller@allgaier-agrarhandel.de

 
 

Mathias Mayer
Fachberatung Rind

Allmendingen 


Mobil: +49 171 8296823
E-Mail: mayer@allgaier-agrarhandel.de

 
 

Thomas Beer
Fachberatung Rind

Allmendingen 


Mobil: +49 171 8296828
E-Mail: beer@allgaier-agrarhandel.de

 
 

Julian Schmutz
Fachberatung Rind

Gussenstadt


Mobil: +49 176 17004021
E-Mail: schmutz@allgaier-agrarhandel.de

 
 

Josef Himmelsberger
Fachberatung Rind

NÖ/BGLD/OÖ

Mobil (A): +43 664 1586656

E-Mail: himmelsberger@allgaier-agrarhandel.de
 

Allgaier Agrarhandel GmbH & Co. KG | Karl Allgaier | Mühlgasse 12 | 89604 Allmendingen | Deutschland | +49 7391 70040 | info@allgaier-agrarhandel.de | https://www.allgaier-agrarhandel.de | Geschäftsführer: Karl Allgaier | Register: HRA 723022 | Tax ID: DE283404602 |
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